Diese Studio Ghibli Filme basieren auf Buch- oder Mangavorlagen [Aktualisiert]

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Viele Animationsfilme von Studio Ghibli basieren auf Büchern, Erzählungen oder Mangas von namenhaften Schriftstellern und Künstlern. Doch Ghibli hat auf der Basis der Romanvorlagen, ihre völlig eigene Interpretationen der Geschichten in ihren Filmen geschaffen. Wie viel wirklich aus den Büchern übernommen und in den Animes verarbeitet wurde, wissen meist nur die hartgesottenen Fans. Fakt ist allerdings eins, mit dem Lesen der Bücher verändert sich die Sichtweise einiger Animationsfilme drastisch. Der Zuschauer erhält einen völlig neuen Blickwinkel auf die Handlung und die Charaktere der Animes. Wer zum Beispiel die Erdsee-Saga (jetzt kaufen) von Ursula K. Le Guin gelesen hat, wird wissen, dass die große Narbe im Gesicht des Erzmagiers Sperber aus einem Kampf mit einem Schatten aus jüngeren Jahren stammt. Weiterhin gibt es da noch die rote Stelle im Gesicht von Teru, die laut Roman als Verbrennung beschrieben ist. Die Verbrennungen bedecken eigentlich einen Großteil des Gesichtes und des Körpers. Außerdem erfährt der Leser viel mehr über Terus Vergangenheit. Goro Miyazakis Die Chroniken von Erdsee hat durch die fehlenden Zusammenhänge, meiner Meinung nach, die größten Lücken in der Handlung.

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Wie wäre es mit einer Fortsetzung von Das wandelnde Schloss? Ja richtig, die gibt es wirklich, aber nur in der originalen Buchfassung. Nach dem Fantasy-Roman Sophie im Schloss des Zauberers aus dem Jahr 1986 schrieb die englische Schriftstellerin Diana Wynne Jones noch zwei weitere Fortsetzungen. Im Jahr 1990 erschien der zweite Band Castle in the Air (dt. Ziemlich viele Prinzessinnen) und 2008 der dritte Band House of Many Ways (jetzt kaufen).

Für mich ist Ponyo – Das große Abenteuer am Meer einer der schönsten Ghibli-Filme. Hayao Miyazakis faszinierende Interpretation, die auf dem Kunstmärchen Die kleine Meerjungfrau (jetzt kaufen) des dänischen Schriftstellers Hans Christian Andersen aus dem Jahr 1837 basiert, war letztendlich der Grund diesen Blog ins Leben zu rufen.

(C) Studio Ghibli

Zwei Jahre später erschien Hiromasa Yonebayashis ersten Animationsfilm Arrietty – Die wundersame Welt der Borger. Als Buchvorlage für den Animationsfilm diente, die aus dem Jahr 1952 veröffentlichte, fantastische Erzählung Die Borger von der britischen Kinderbuchautorin Mary Norton. Norton veröffentlichte nach dem ersten Buch noch vier weitere Geschichten der kleinen Wesen, Die Borger in den Feldern (1955), Die Borger am Fluß (1959), Die Borger in den Lüften (1961) und Die Borger am Ziel (1982) (jetzt kaufen).

Einer der skurrilsten Animationsfilme von Studio Ghibli ist wohl Isao Takahatas Pom Poko. Die Geschichte über die wandlungsfähigen Marderhunde basiert auf der Romanvorlage von Kenji Miyazawa. Miyazawa schrieb unter anderem auch die Vorlagen für die Kurzfilme Taneyamagahara no Yoru und Sero hiki no Gôshu. Letzterer Kurzfilm entstand ebenfalls unter der Regie von Takahata, zwei Jahre bevor das Studio Ghibli gegründet wurde.

1967 erschien der Roman When Marnie was there (jetzt kaufen) von der britischen Kinderbuchautorin Joan G. Robinson. Im Jahr 2014 veröffentlichte Studio Ghibli auf der Basis des Buches den Animationsfilm Erinnerungen an Marnie. Marnie war Yonebayashis zweiter und letzter Animationsfilm bei Studio Ghibli. Für die detaillierten Animationen und die liebevoll aufwendig gestaltete Arbeit wurde der Anime im Jahr 2016 für den Oscar in der Kategorie „Bester animierter Spielfilm“ nominiert.

Mit Kikis kleiner Lieferservice kreierte Ghibli eines seiner beliebtesten Werke für Jung und Alt. Die Geschichte basiert auf dem gleichnamigen Kinderbuch aus dem Jahr 1985 von der japanischen Autorin Eiko Kadono. Aufgrund des großen Erfolges veröffentlichte Kadono fünf weitere Bücher rund um KikiWitch’s Express Home Delivery 2: Kiki and Her New Magic (1993), Witch’s Express Home Delivery 3: Kiki and the Other Witch (2000), Witch’s Express Home Delivery 4: Kiki’s Love (2004), Witch’s Express Home Delivery 5: Perch of Magic (2007) und Witch’s Express Home Delivery 6: Each and Every Departure (2009). Kikis kleiner Lieferservice handelt von einer 13-jährigen Hexe, die nach alter Hexentradition ein Jahr auf Wanderschaft gehen und sich allein über Wasser halten muss. Im Jahr 2014 folgte der japanische Realfilm Majo no takkyûbin (dt. Kikis kleiner Lieferservice).

(C) Studio Ghibli

Unglaubliche acht Jahre sollen die Arbeiten an Isao Takahatas Die Legende der Prinzessin Kaguya gedauert haben. Der kommerzielle Erfolg blieb leider aus, doch die Arbeit wurde im Jahr 2015 mit einer Oscar-Nominierung belohnt. Takahata nahm als Vorlage, die um etwa im Jahr 900 geschriebene, sehr bekannte alte japanische Erzählung Taketori Monogatari (dt. Die Geschichte vom Bambussammler).

Der Animationsfilm Flüstern des Meeres basiert auf der gleichnamigen japanischen Erzählung Umi ga kikoeru (dt. Ich kann das Meer hören) aus dem Jahr 1993 von der japanischen Schriftstellerin Saeko Himuro.

Auch das Kriegs-Drama Die letzten Glühwürmchen von Regisseur Isao Takahata basiert auf die im Jahr 1967 veröffentlichte Kurzgeschichte Das Grab der Leuchtkäfer von Akiyuki Nosaka. In den beiden, teilweise autobiografischen Erzählungen schreibt der Autor unter anderem über die Schrecken des Zweiten Weltkriegs. Nosaka musste miterleben wie seine kleine Schwester im Krieg verhungerte.

(C) Studio Ghibli

Hayao Miyazakis neuester Animationsfilm Kimitachi wa dō ikiru ka, dessen Veröffentlichung für das Jahr 2020 geplant ist, basiert auf dem japanischen Kinderbuch-Bestseller Kimitachi wa dō ikiru ka  (engl. How will you live?) vom Autor Yoshino Genzaburō aus dem Jahr 1937. In Genzaburōs Roman geht es um einen Teenager namens Koperu und seinem Onkel. Kupero denkt viel über philosophische Fragen nach, die das Leben als Mensch hervorbringt.

Manga, Animationsfilm oder beides? Was ist euer Favorit? Die folgenden Animationsfilme von Studio Ghibli basieren auf japanischen Comicvorlagen, auch Mangas genannt.

  • Tränen der Erinnerung basiert auf einem Manga von Hotaru Okamoto und Yūko Tone aus dem Jahr 1988
  • Nausicaä aus dem Tal der Winde basiert auf der Manga-Serie (jetzt kaufen) von Hayao Miyazaki. Sieben Bände sind von 1982 bis 1994 erschienen.
  • Die Geschichte um den schweinsköpfigen Piloten Porco Rosso zeichnete Hayao Miyazaki erstmals im Jahr 1989. Damals erschien ein 15-seitiger Manga mit dem Namen Hikōtei Jidai (dt. Zeitalter des Flugboots).
  • Im Jahr 2008 illustrierte Hayao Miyazaki die Lebensgeschichte des Flugzeugkonstrukteurs Jiro Horikoshi. Diese erschien von April 2009 bis Januar 2010 als Manga mit dem Namen Kaze Tachinu in der japanischen Zeitschrift Model Graphix. Drei Jahre später, im Jahr 2013, veröffentlichte Ghibli den Animationsfilm Wie der Wind sich hebt (jp. Kaze Tachinu). Miyazakis animierte Biografie über Horikoshi basiert zum größten Teil auf dem gleichnamigen Manga. Außerdem nutzte er für seinen Film vereinzelte Inhalte aus Tatsuo Horis Roman The Wind Has Risen aus dem Jahr 1936/1937.
  • Isao Takahatas ungewöhnlicher Familienfilm Meine Nachbarn die Yamadas basiert auf dem Yonkoma-Manga Nono-chan von Hisaichi Ishii.
  • Goro Miyazakis Animationsfilm Der Mohnblumenberg basiert auf dem Manga Kokurikozaka kara, der erstmals von 1979 bis 1980 in Japan erschien. Für die Umsetzung des Mangas ist der japanische Schriftsteller Tetsurō Sayama und die japanische Zeichnerin Chizuru Takahashi verantwortlich.
  • Das Königreich der Katzen basiert auf dem Manga Baron: Neko no Danshaku (dt. Baron: Katzenbaron) von Aoi Hiiragi. Der Animationsfilm gilt bis heute als inoffizielle Fortsetzung von Stimme des Herzens, der ebenfalls aus Hiiragis Feder stammt.

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7 Kommentare

  1. Der Film „Wie der Wind sich hebt“ basiert auf den Roman „Kaze Taichinu“.

    Ein gut zusammengefasster Beitrag 😉 Hätte selber nicht besser zusammengefasst ^^

    1. Vielen Dank für deinen unterstützenden Beitrag Kokuru. Es stimmt das Hayao Miyzakis Buch Shuna no Tabi (dt. Shunas Reise) die späteren Animationsfilme Nausicaä aus dem Tal der Winde, Prinzessin Mononoke und Die Chroniken von Erdsee beeinflusst hat. Allerdings basieren alle drei Filme nicht auf der Buchvorlage von Shuna, sondern haben lediglich Gemeinsamkeiten die mit dem Buch in Verbindung gebracht werden, wie “die Reise nach Westen”, “reisen mit einem Reittier”, “ein feindliches Land mit einer schwindenden Bevölkerung”, “ein spiritueller Charakter der dem Hauptcharakter den Weg weist” uvm. Trotzdem haben alle Werke ihre eigene unabhängige Geschichte.

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