Hayao Miyazakis Pressekonferenz über seinen Ruhestand

Die ungefähre deutsche Übersetzung vom Interview.

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Miyazakis Aussage zu seinem Ruhestand:

Ich möchte in der Lage sein, weitere 10 Jahre zu arbeiten. Ich möchte mit meiner Arbeit weiter machen, solange ich noch in der Lage bin zur Arbeit zu fahren. Den Maßstab, wie lange ich noch arbeiten will, habe ich auf 10 Jahre angesiedelt.

Die 10 Jahre sind nur ein ungefähres Maß, weil es je nach meiner Lebenserwartung am Ende vielleicht doch kürzer ist.

Ich wollte schon immer abendfüllende Animationsfilme erstellen und das ist es auch was ich getan habe. Allerdings wurde die Zeit zwischen den Filmen immer länger und länger bis sie fertig waren. Mit anderen Worten ich bin in meiner Arbeit langsamer und noch langsamer geworden.

Zwischen meiner letzten Arbeit und “Kaze Tachinu” (The Wind Rises) liegen fünf Jahre Arbeitszeit. Die nächste Arbeit könnte erst in sechs oder sieben Jahren erscheinen, Studio Ghibli wären die letzten die mich daran hindern würden und ich würde meine ganzen 70iger dafür verbrauchen oder in anderen Worten, ich würde meine restliche Zeit dafür brauchen.

Selbst wenn ich keine abendfüllenden Animationsfilme mehr mache, möchte ich doch noch andere Dinge machen und versuchen. Es gibt auch viele Dinge, bei denen ich fühle das ich dort noch einiges zu tun habe, wie die Arbeit an den Displays vom Ghibli Museum.

Fast alle diese Dinge, was auch immer ich machen oder nicht machen möchte, ich bekomme kein Ärger mit dem Studio wenn ich nichts mache. Allerdings bekomme ich am Ende Probleme mit meiner Familie.

Aus diesem Grund bat ich Studio Ghibli, mich aus ihrem Programm zu entfernen.

Ich bin frei. Allerdings wird sich mein tägliches Leben nicht ändern, ich werde wahrscheinlich auf dem gleichen Weg wie zuvor pendeln. Es ist mein Traum an den Samstagen abzuschalten, ob ich dazu in der Lage bin weiß ich nicht, es wird sich herausstellen, ich hoffe das ich wirklich noch einige Dinge mache werde.

Vielen Dank.

Auszüge aus der Pressekonferenz:

Frage: Haben Sie etwas zu Ihren Fans in Südkorea zu sagen, wo es Diskussionen über den Zero-Fighter in dem Film Kaze Tachinu gab?

Miyazaki: Ich fühle, dass solange die Menschen den Film auch sehen, sie ihn auch verstehen werden, mehr als das, was die Leute sagen, ich hoffe aber das diese Leute den Film auch sehen. Mich macht es glücklich das viele Menschen aus verschiedenen Nationen unsere Filme beachten. Der Film Kaze Tachinu beschäftigt sich mit dem Thema der Zerstörung von Japan, was sich in Richtung Militarismus bewegt, auch Menschen in meiner Nähe haben ihre Zweifel zu diesem Thema geäußert. Ich habe mit Absicht versucht mit diesen Film diese Fragen zu beantworten. Ich glaube, das die Leute die den Film gesehen haben erkennen werden, was ich zu vermitteln versuche.

Frage: Was ist heute der größte Unterschied zwischen der Ankündigung ihres Ruhestandes und ihrer Vergangenheit, ihr Beweggrund auf zuhören?

Miyazaki: Zwischen Kaze Tachinu und Ponyo liegen fünf Jahre. Wenn man mein Alter bedenkt, wird der nächte abendfüllende Animationsfilm wahrscheinlich mehr als fünf Jahren brauchen.

In ein paar Monaten werde ich 73, wenn mein nächster Film sechs oder sieben Jahre in Anspruch nehmen sollte, wäre ich bei der Fertigstellung 80.

Ich fühle anhand meines Alter das die Zeit für abendfüllende Animationsfilme beendet ist.

Frage: Was haben sie für eine Botschaft, in allen ihren Filmen, versucht zu vermitteln?

Miyazaki: Da diese Welt (von Animation) eingeschlossen, durch viele Werke der Kinder-und Jugendliteratur grundlegend beeinflusst werden, fühlte ich, dass wir die Basis unserer Arbeit auf Kinder übertragen und damit zeigen das es sich in dieser Welt zu leben lohnt.

Frage: Viele ihrer Anime-Filme, die sie geschaffen haben, basieren auf Italien, heißt das sie mögen Italien? Ich glaube, das das Ghibli Museum mehr Besucher haben würde, wenn Sie die Leitung übernehmen.

Miyazaki: Ich liebe Italien, einschließlich der Tatsache, dass es so scheint das wir nie zusammenkommen. Ich habe dort Freunde, das Essen ist sehr lecker und die Frauen sind sehr schön.

Anstatt Besucher des Museums zu begrüßen, möchte ich lieber einige der Displays im Museum neu zeichnen, weil einige im Laufe der Zeit verblasst sind. Das ist etwas was ich schon immer tun wollte. Ich glaube, das ich da weiter arbeiten sollte, um das Museum in einer Art und Weise noch lebendiger zu machen.

Frage: Haben Sie weiterhin vor ihre verschiedenen Ideen auch ihr internationales Publikum zu veröffentlichen?

Miyazaki: Ich will kein Mann der Kultur werden. Ich sehe mich als Besitzer einer kleinen lokalen Fabrik und diese Haltung möchte ich fortsetzen. Ich habe nicht viel über internationale Veröffentlichungen nachgedacht.

Frage:  Können Sie ein Kommentar abgeben, über das Gefühl, das die Zeit jetzt für sie vorbei ist und hat Kaze Tachinu Sie in Ihrer Entscheidung beeinflusst sich zurückzuziehen?

Miyazaki: Seit ich als Animator angefangen habe muss ich immer weiter ziehen um etwas auszudrücken. Ich habe das starke Gefühl, dass die Zeit in der ich mich auf die Zeichnungen konzentriert habe, im laufe der Jahre immer kürzer wird. Klar können mir die Leute sagen, versuche doch neue Methoden um weiter zu kommen aber das möchte ich nicht, also mache ich Schluss, denn ich bin nicht mehr in der Lage ohne weiteres Filme zu schaffen.

Frage: Sie haben vorhin gesagt, dass sie Italien lieben, aber was ist mit Frankreich?

Miyazaki: Um ehrlich zu sein, ich habe die italienische Küche viel lieber als die französische Küche.

Als ich viel jünger war, wurde ich sehr von dem französischen Animator Paul Grimault beeinflusst, das hat sich auch jetzt nicht geändert. Französische Filme hatten einen viel größeren Einfluss auf mich als die Animateure des italienischen Filmes.

Frage: Was hat Sie bei der Schaffung von Animes am glücklichsten gemacht?

Miyazaki: Als Animator war ich bei bestimmten Zeichnungen sehr glücklich, dort wo Wind oder Wasser am perfektesten ausgedrückt wurde. Ich fühlte das die Besetzung des Animators gut zu mir passte, diese Rolle war am besten mit meiner Persönlichkeit abgestimmt.

Frage: Wie sehr hat sich seit Beginn von Studio Ghibli die japanische Gesellschaft verändert?

Miyazaki: Zu der Zeit als wir mit Studio Ghibli angefangen haben, wurde Japan eine sehr starke wirtschaftliche Macht über die alle sehr stolz waren. Ich war über diese Haltung verärgert und darum erstellte ich Nausicaä aus dem Tal der Winde.

Nachdem die Vermögenswerte der aufgeblasenen Bubble Economy platzten und die Sowjetunion zusammenbrach, fühlte ich, dass unsere geschaffenen Werke nur eine Erweiterung von dem ist, was wir in der Vergangenheit waren.

Durch die leichte Verbundenheit zur Bubble Economy wurde das Bild von Ghibli geschaffen, aber seitdem geht es mit Japan schon lange bergab.

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